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LAUF-WEITER – ABOUT US?!

About us? about you? Nein… just the two of us, we can make it if we try…wir haben überlegt wie wir unsere Geschichte am besten für euch mal zusammenfassen können. Das Gefühl hinter Lauf weiter. Aber wir – das Team von Lauf weiter – sind nur mit euch so richtig das was wir sind. Aber von vorne…

Kennt ihr den Moment, wenn euer Plan plötzlich nicht mehr wie vorgesehen funktioniert? Manchmal entstehen genau in diesen Momenten die besten Chancen. So ging es uns. Unseren Plan für 2020 stand. Das Team war bereit. Ziele waren gesetzt. Kurz: Wir waren heiß auf das Jahr. Und dann? Ihr wisst, wovon wir alle überrascht wurden. Nun hatten wir zwei Möglichkeiten: Aufgeben und den Kopf in den Sand stecken oder alles auf Null setzen und Vollgas ins Unbekannte. Genau so begann LAUF-WEITER. Wir lieben das laufen. Wir lieben den Sport. Normalerweise begeistern wir euch, unsere Firmenkunden mit Ideen für Veranstaltungen und Läufe. Und nun? Lock down. Keine Veranstaltungen. Keine Einnahmen. Kurzarbeit. Das Ende? Nicht für uns. Wir haben als Team zusammengehalten. Die Frage die sich uns stellte war, wie bringen wir Spaß und Sport wieder zu euch? Seid ihr schon bereit für das online Format? Habt ihr Lust auf eine online Community? Wir waren unsicher, doch ihr habt uns überrascht und wir waren mit euch wieder am Start. Stück für Stück haben wir uns gemeinsam entwickelt. Wir sind zusammen gewachsen und zusammengewachsen. Am Anfang lief nicht alles rund. Ihr wisst das. Doch wir haben uns immer wieder Ideen einfallen lassen euch ein Erlebnis zu bieten und euch zu begeistern. Die erste Idee unsere Sonntags Lauf Challenge ist für viele von euch noch immer ein fester Termin und schon lange kein langweiliger Ersatz mehr, für das was nun mal gerade nicht geht. Mit euch sind wir in den Mai gelaufen. Ihr habt mit eueren Kollegen den Firmenlauf gerockt. Gerockt habt ihr auch den Music Run. Eure Kinder sind dabei und zusammen haben wir Limits gebrochen. Und auch wenn dieser Abschnitt about us heißt, wissen wir doch, ohne euch sind wir nichts. Zusammen sind wir gewachsen. Wir haben unser Shop Angebot erweitert. Wir haben Läufer und Walker zusammengebracht. Wir haben euch am Laufen gehalten. Mancher wollte euch auch begeistern. Doch ihr seid treu und bleibt dabei. Ihr macht verrücktes mit. Ihr inspiriert uns. Zusammen sind wir 165.000 Teilnehmer. Mittlerweile fast 15.000 Community Mitglieder auf Facebook. Ihr seid Laufanfänger, Hobby Läufer, fast schon Profis, Kinder, verrückte. Und zusammen haben wir es sogar um die Welt geschafft. Wo gehts als nächstes hin? Mit euch? Überall!

Erzähl uns deine Geschichte….

Das besondere an LAUF WEITER sind die Läufer, die ihre Erfolge und Geschichten mit uns teilen. Wir wollen die echten Geschichten von Läufern mit Jobs, Familie und Alltags Sorgen, die ihre Läufe trotzdem meistern. Der Austausch und der Zusammenhalt in unserer Community sind einmalig. Gegenseitig motivieren und unterstützen wir uns. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, ob langsam oder schnell, jeder der Meter macht wird herzlich aufgenommen.  

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Step by Step

Wir wollen mit euch Stück für Stück besser werden. Das betrifft nicht nur unser Angebot, sondern auch eure Fitness und wie ihr uns täglich neu inspirit uns neu zu erfinden.

Hier findet ihr die  tollsten Geschichten und Feedbacks die wir von euch bekomme haben:

Von Franz L.

Sport ist Mord? 
Geschichten vom Krank- und Gesund sein.

Ich, Jahrgang 1967, war nie eine Sportskanone . Fussball war nicht meines. Ob Geräteturnen oder Laufen. Ich konnte nichts besonders.
Ich kann mich erinnern, dass ich mich im Stall verstecken wollte, nur weil wir Turnen in der Schule hatten.
Passiv Sport, ja dass gab es natürlich. Ich erinnere mich noch ganz gut an Cordoba, Fussball Weltmeisterschaft Argentinien. Hans Krankl netzt zum 3:2 ein. Und Deutschland musste nach Hause fahren.
Übrigens, dass 6:0 gegen Spanien ist nicht sooo schlimm. Wir Österreicher haben mal 9:0 verspielt.

Aber jetzt weiter mit den Lauferfahrungen.

Mit 33 Jahren, zur Jahrtausend Wende.d hab ich mit dem Rauchen aufgehört und mir meine ersten Laufschuhe gekauft.
Viel zu klein waren diese.
Aber ich bin gelaufen. Im Oktober 2000 bin ich dann meinen ersten Marathon gelaufen, in 4:12:02.
Zwei Jahre später hat es mich laufenderweise in die Sahara verschlagen. Und ab jetzt ging es schlag auf schlag.
Baikalsee in Sibirien, New York, Chicago, Berlin, Hamburg, überall konnte man etwas erleben.
So wurden es bis heute 186 Marathons und ca. 40. Ultras, wie in Biel, Davos…
Aber irgendwann bekam ich Probleme mit meinem Linken Fuß. Irgendwie machte sich der Fuß selbstständig.
Aber mit langsamer laufen war es doch möglich, zu laufen.
Ich bin u.a. circa 50 Mal als Pacemaker mitgelaufen, zwischen 40 und 50 km.
Als ich, dann in Dubai fast 6 Stunden Zeit benötigte, wurde ich von einer Freundin zum Neurologen geschickt.
Und ganz Nüchtern sagt der Arzt. Dies sei Parkinson. Er hat mir noch auf den Weg gegeben, ich solle mich nicht vom Internet fertig machen.
So und ich stand dann am Hauptplatz und meine Gedanken waren: Parkinson Unheilbar….

Die Depression ist auf den Fuß gefolgt. Dass war eine ganz beschissene Zeit.
Die Diagnose habe ich jetzt vor 5 Jahren bekommen. Und auch mit Medikamentöser Behandlung begonnen.

Parkinson ist eine chronische Erkrankung, wo es keine Heilung gibt. Allerdings kann man mit Bewegung u.a. den Verlauf bremsen.
Beruflich hab ich auch meine Probleme bekommen, weil die Medikamente eine ziemliche Müdigkeit auslösen.

Irgendwann arrangiert man sich doch mit der Erkrankung. Ich bin sicher seit der Diagnose um die 20. weiteren Marathons gelaufen.
Und dann: 13.Oktober 2019. München Marathon. Ach du liebe Scheisse.
Nach 8 km war es vorbei mit Marathon, und ich bin selbstständig, ohne Arzt quer durch München zu meinen Gastgeber gegangen (mit U-Bahn)
Erst am späten Nachmittag, sind wir mit öffentlichen Bus nach Schwabing in die Klinik gefahren. Intensivstation München, 2 Stents. Dass habe ich Notwendig gehabt. Ich war seit damals mehrmals REHAB.
Mit Laufen geht im Moment nicht so viel. Aber ich bin täglich meine KM zu Fuß unterwegs.
Jetzt, während Corona bei uns sein unwesen treibt, habe ich schon einige Male sogenannte virtuelle Läufe gemacht. U.a. bin ich so mehrere Marathons gefinisht.
Virtuell ist zwar nicht ganz so prickelnd, aber man ist in Bewegung. Ich habe mich schon einmal in eine finisher Liste in Österreich eingetragen. Ich brauche allerdings im Moment 7 – 8 Jahre, für einen Marathon.
In London z.B. könnte ich schon mitlaufen. Ich habe mir da Ergebnislisten gesehen, wo die letzten Finisher 9 Stunden gebraucht haben.
Egal, jetzt versuche ich regelmäßig Sport zu betreiben und den Infarkt und Parkinson hinten anzustellen.

Danke euch allen und sportliche Grüße

Von Yvonne

Danke euch! Durch Covid bin ich am Anfang in kein Studio gegangen (durch Übergewicht Risikopersonen, BMI war über 45). 
Durch euch habe ich das Laufen erst richtig angefangen. Gehe immernoch zwischendurch, geht noch nicht mehr. Aber es wird. Der BMI ist kurz vor 40. 
ich habe seit dem 12 kg abgenommen. 
Langsam, aber dafür kein Jojo-Effekt. 
Eure Shirt habe ich mit xxxl begonnen, jetzt steige ich um auf xxl. 

Danke, dass ihr so viele Läufe macht

Von div. Teilnehmern:

Ich habe gerne gemacht heute mit die Music rum und Ware ich gerne normal eine T-Shirt kaufen .Lg aus Mülheim-Karlich Julia

 

Es macht viel Spaß mit euch zu laufen .Die Anmeldung ist einfach und es klappt immer alles ganz hervorragend.Macht weiter so.Ich würde mich freuen wenn es nach Corona weiterhin so etwas gibt

 

Tolle Läufe….sehr schöne Medailien und tolle Belohnungen …..wir freuen uns schon auf die nächsten Läufe…..macht weiter so ihr seid ein Klasse Team…

 

Ihr seid Klasse . Immer wieder DANKE  für die klasse Motivation. Schön, daß es Euch gibt

 

Habe Euch schon vielen Freunden weiterempfohlen! Danke. Super finde ich, dass es für die Läufe schöne Medaillen gibt, die auf Wunsch günstig zu erwerben sind.

 

Tolle Sache, hält die Motivation hoch!…auch hat man durch die Medaille auch noch eine Erinnerung..

Lauf-Weiter als Überlebensstrategie

Laufen zwischen Palliativsituation und Chemotherapie

 Ich bin Christin, 35 Jahre jung,163 cm gebündelte Lebensenergie, mit Flausen im Kopf und ganz viel Leidenschaft fürs Leben. Und ja, ich laufe. Ich liebe Sport. Das Laufen hat es mir besonders angetan. Richtig Herzklopfen verursachen bei mir Treppenläufe. Mein persönliche Bestzeit: 19 Etagen in 2 Minuten und 31 Sekunden.

 Am 02.06.2020 erschütterte die Diagnose Brustkrebs mein sonst recht fröhliches Leben. Ohne Vorbereitung, wobei ich auch offengestanden nicht weiß, wie diese aussehen könnte. Ich hatte einen kleinen „Knubbel“ in meiner rechten Brust getastet, was mein Glück war, denn so wurde der Tumor sehr früh diagnostiziert, was die Heilungschancen enorm verbesserte. Nachdem der erste Schock halbwegs verdaut war, hieß es, ich habe einen gut behandelbaren Brustkrebs und würde Chemotherapie bekommen, um den Tumor zu verkleinern, dann käme die Operation, dann die Bestrahlung, dann die Reha und dann geht’s auch schon zurück ins Leben. Ich sei jung und fit und hätte gute Aussicht, dass ich das ganze gut durchstehen werde und gesund würde. Mir wurde versichert, dass man mit dem Portsystem (das ist ein in den Körper eingesetzter Venenverweilkatheter, über den dann die Chemo gegeben wird) Sport machen kann. Damit war ich sicher, dass ich „das Ding“ schon irgendwie schaukeln werde.

 Bei so einem Befund werden ein Haufen Untersuchungen gemacht. Man schaut dabei, dass es an keiner anderen Stelle im Körper irgendwo versteckte Krebszellen (Metastasen) gibt.

Wann immer es während dieser Untersuchungen möglich war, bin ich gelaufen. Mein Kopf hatte das in dieser Zeit mehr gebraucht als mein Körper. Es hat mir Energie und Vertrauen gegeben zu merken, wie leistungsfähig mein Körper ist. Mein Körper und ich wir wollten leben!

Zwei Tage vor dem Beginn der Chemotherapie, die Termine waren bereits abgestimmt, wurde das gesamte Therapiekonzept durch die behandelnde Ärztin per Telefon abgesagt. Sie sagte ich hätte bereits Lebermetastasen und das man jetzt schauen müsste, welche Therapie überhaupt noch Sinn machen würde. Eine Therapie auf Heilung käme jetzt aber nicht mehr in Betracht. Jetzt hatte ich nicht mehr gut behandelbaren Brustkrebs, jetzt war ich am Arsch und von nun an Palliativpatientin. Das ich sonst fit und gesund war, interessierte von nun an niemanden mehr. Histologisch, also per Gewebeprobe, gab es nie einen Beweis für diese vermeintlichen Lebermetastasen. In einem MRT hatte man ganz, ganz kleine Gewebeansammlungen gesehen (gerade mal zwei und viel Millimeter groß), bei denen man dann festgelegt hatte, dass das Metastasen sind. Für mich, meine Eltern und Freunde ist eine Welt zusammengebrochen. Man konnte mich doch nicht einfach so sterben lassen! 

„Wenn Du nicht sterben willst, dann musst Du kämpfen, Christin“. Ein inneres Mantra das mich angetrieben hatte. Ich wollte leben, lachen, die Nächte durchtanzen und ich wollte laufen.

Von nun an lief ich aber nicht mehr nur, ich lief ab jetzt um mein Leben. In meinem WhatsApp-Status postete ich immer unter meinen Bildern #Laufweiter #cancerfighter #LaufummeinLeben. 

So zog ich mir meine imaginäre Rüstung an und nahm den Kampf um mein Leben auf.

Ich war in 5 Kliniken, holte Zweit- und Drittmeinungen ein und dann Viert- und Fünftmeinungen ein. Immer hieß es, ich müsse lernen zu akzeptieren, dass man mir nicht helfen kann und ich sollte mir dafür Hilfe bei einem Psychoonkologen suchen. Meine Mama und mein bester Freund haben mich sogar 760 km weit in eine Spezialklinik an die französische Grenze gefahren. Ich bekam hässliche Palliativmedikamente, die das Wachstum der Krebszellen verlangsamen sollten und ich damit Lebenszeit gewinne. Ich hatte Knochenschmerzen wie ich sie nicht kannte, mich war übel und schwindelig und das Zeug hat so die Muskulatur angegriffen, dass ich echt wieder bei 2 km im Schneckentempo mit dem Laufen anfangen musste. Aber ich lief! Den ersten Kilometer habe ich mich immer gequält, meine Knochen und Gelenke haben so wehgetan. Aber „Wer läuft der lebt“ das habe ich schon immer vor der Diagnose gesagt und so lief ich einfach weiter, auch mit gefühlt klappernden Knochen. Ich aß keinen Zucker mehr und bombardierte meinen Körper mit lauter gesunden Sachen. Ich hatte weiterhin super Blutwerte die sich niemand erklären konnte (und leider auch nicht erklären wollte). Richtig schlimm war für mich immer, dass sich niemand von den Ärzten freute, dass es mir gut geht und niemand nochmal hingeschaut hat, was da mit meiner Leber los ist. Eine Operation zur Entfernung des Tumors bekommen Palliativpatienten auch nicht mehr. „Sie sind eh durchmetastastiert.“ hieß es bei mir.


In der Praxis in der ich meine Palliativpillen und – spritzen bekam, wurde ich immer kopfschüttelnd gefragt was ich mache, dass ich so fit sei und so strahle. Es war absurd, ehrlich. Eine Ärztin dort fand mich quirilig-kämpferisches Ding zum Glück sympathisch und so erbettelte ich mir auf dieser Sympathieebene dort eine Operation. Ich bekam die ersehnte Einweisung zur Op mit dem Satz: „Es ist eine rein psychologische Op, das ändert nichts an ihrem Zustand. Aber sie sollen sich bis zum Ende psychisch ein bisschen besser fühlen.“ Diese Sätze haben sich so in meine Seele gefressen, aber ich habe sie hier still und dankbar lächelnd ertragen, weil ich wusste, dass ich keine Einweisung zur Op bekomme, wenn ich der Ärztin sagen würde, was ich von dem ganzen hier hielte.

Ich ging also in die nächste Klinik, mir wurde dort eine Ärztin empfohlen. Ich hatte wenig Hoffnung nach all den niederschmetternden Absagen an mich und mein Leben in den anderen Kliniken, aber jetzt ich hatte einen Schein in der Tasche, der mir jetzt erlaubte eine Op zu bekommen und das würde ich durchsetzen, komme was wolle.

Zu meinem Erstaunen fragte mich die dort leitende Ärztin warum ich als Palliativpatientin behandelt werde. Sie hatte sich meine ganzen Befunde angesehen und könne nicht verstehen, warum niemand diese vermeintlichen Lebermetastasen untersucht hatte. Es sei nie ein Beweis erbracht worden, dass dies Lebermetastasen sind. Sie hat sich meine ganze Geschichte angehört und war fassungslos. Und sie war die erste Ärztin die mich wirklich gesehen hat! Sie rollte mit ihrem  Team und allen relevanten Fachabteilungen meinen Fall nochmal auf, untersuchte und diagnostizierte noch einmal neu. Tja, und was soll ich sagen: Ich hatte nie Lebermetastasen und habe auch keine. Es handelte sich um eine Fehldiagnose. Ich saß heulend auf der Untersuchungsliege als mir das mitgeteilt wurde, während die diversen Ärzte um mich herum eine kleine Stimmungsparty vor Freude für mich veranstalteten.

Nach vier Monaten Kampf und einem Haufen Absagen an mich und mein Leben, nach 3 Monaten Palliativtherapie inklusive gratis Todesangst und Panikattacken, bekam ich nicht nur die ersehnte Operation, sondern jetzt die Therapie zur Heilung. Endlich!

Ich hatte zwei Operationen und wurde ganz toll brusterhaltend operiert. Die Palliativmedikamente wurden abgesetzt und ich wurde allmählich wieder ich selbst. Laufen konnte ich in dieser Zeit nicht, aber Ergometer strampeln und man, ich strampelte, ich wollte leben! Oh ja, ich wollte leben! Und Sport schadet immerhin nur dem, der keinen macht. Es braucht immer nur die richtig Form und das richtige Maß, so sehe ich das zumindest.

Besonders schlimm war und ist für mich zu sehen, was dieser katastrophale Verlauf mit meinen Eltern, mit meiner Familie und mit meinen Freunden gemacht hat. Das totgesagte Kind und das im Alter von fünfundreißig.

Ich kann ganz klar für mich sagen, dass das Laufen nicht nur meinen Körper, sondern vor allem meine Seele gerettet hat und auch weiterhin rettet. Mittlerweile sage ich immer: „Laufen rettet vielleicht nicht die Welt, aber auf jeden Fall regelmäßig mich.“

Nun sollte es endlich aufwärts gehen und der Weg zur Heilung mit ganz viel Gutem gepflastert werden. Und endlich einmal Zeit sein, um diese ganze Todesangst, die mir so in den Knochen steckte, loszuwerden.

Aber das Leben nahm wieder einmal einen anderen Verlauf. Das Auf- und Verarbeiten musste nochmal warten. Einen Tag nach meiner ersten Chemotherapie habe ich in der Wohnung meines Vaters eine Türnotöffnung gemeinsam mit der Feuerwehr veranlasst, weil meine Oma und ich seit zwei Tagen meinen Vater nicht mehr erreichen konnten. Für meinen Vater kam leider jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot in seiner Wohnung aufgefunden werden.

Ich habe bis dahin nicht gewusst wie unerbittlich und gnadenlos das Leben sein kann. Ich hätte meinen Vater unfassbar gerne noch einmal richtig gedrückt und ihm so gerne noch gesagt, dass die Chemo echt kacke, aber machbar ist. Er hatte sich so Sorgen um mich gemacht, wie ich das körperlich alles vertragen werde. Ich frage mich immer noch, ob auch der ganze Stress um mich, dazu beigetragen hat, dass er so plötzlich und ohne Vorwarnung an einem nächtlichen Schlaganfall verstorben ist. Er hat sich nichts mehr gewünscht als das ich wieder richtig gesund werde und jetzt kämpfe ich mich durch diese ganze harte Therapie und durch den Verlust meines Vaters. Dabei möchte ich manchmal einfach hinschmeißen, nur noch: „Ich hab genug!“ dem Leben entgegenschreien.

Aber dann gibt es so wunderbare Menschen wie meine unglaubliche Mama, meine Familie und allen voran meinen besten Freund Andreas, meine Feuerwehr, Kollegen und ein, zwei Freunde, die mich daran erinnern, dass es sich lohnt weiter zu machen, dass da noch mehr kommt und mich nicht vergessen lassen, dass manche Tunnel einfach manchmal seeeehr lang sind, bis wieder Licht kommt.

Und bis dahin laufe ich, ich laufe für mein Leben und mit jedem Schritt feiere ich meinen Körper, der so viel leistet, meine Seele die so viel trägt und all die Menschen die mich durch diese so harte Zeit begleiten.

Lauf-weiter war über vier Monate mein Überlebensmotto und gerade meine Teilnahme am virtual run Nikolauslauf als Chemopatientin bei 5km Strecke mit 31:31 Min.. hat meiner Seele unfassbar gut getan und mir neue Kraft gegeben für den Weg der noch vor mir liegt!

Danke an das Lauf-weiter-Team für die tolle Organisation und für all das was ihr Teilnehmerinnen wie mir damit ermöglicht!

Ich laufe weiter, so viel steht fest und das bis zum Schluss, der hoffentlich noch ganz lange auf sich warten lässt!

Von Timo

„Übrigens möchte ich mich bei euch bedanken, dass ihr einen virtuellen Lauf zu wirklich humanen Preisen anbietet….“

….weiter Geschichten/Feebacks folgen…

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