Du bist es, was uns ausmacht!
Du bist Lauf Weiter!

Eure Bestleistungen – Eure Erfolge – Eure Community

Das besondere an LAUF WEITER seid ihr! Wir lieben die Vielfalt in unserer Community und eure Geschichten. Denn es sind echte Geschichten von Läufern mit Jobs, Familie und Alltagssorgen, die ihre Läufe trotzdem meistern. Ihr motiviert uns durch eure Schicksale, eure Willensstärke, eure Verrücktheit und eure Leidenschaft! Jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen, aber im Laufen und Walken sind wir alle vereint!

Der Austausch und der Zusammenhalt in unserer Community sind einmalig. Wir motivieren und unterstützen uns gegenseitig. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, ob langsam oder schnell, jeder der Meter macht wird herzlich aufgenommen. Also teilt uns auch gerne weiter eure Geschichten über Erfolge, Schicksalsschläge oder unüberwindbare Hindernisse mit. Denn gemeinsam schaffen wir alles!

 

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Ohne laufen geht nicht mehr

Ich bin der Marcel, 36 Jahre alt und komme aus Oberhausen.

Das Laufen war für mich immer ein für mich unvorstellbares Hobby, bis meine Partnerin mich vor 6 Jahren dazu verleitet hat, es doch mal zu probieren. …

Und wie sagt man so schön „jeder Anfang ist schwer“ und so hat es mich dann doch ergriffen. Die ersten offiziellen Läufe kamen und ich „leckte Blut“. Damit Corona und die dadurch fehlenden offiziellen Läufe mir nicht die Motivation klauten, meldete ich mich bei der ersten Lauf Weiter Sonntags Challenge an und war von da an jeden Sonntag dabei. 

Diese Läufe haben mich über die lange Corona Zeit ohne gemeinsame Läufe gebracht und mir dabei geholfen, mein Läuferherz zu vergrößern. Und nun hoffe ich dieses Jahr noch meinen ersten Marathon live rocken zu können

Meine Motivation

Hallo, ich bin Sabrina, 40 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. 

Vor über 10 Jahren habe ich mit dem laufen angefangen und bei den Schwangerschaften jedes Mal die empfohlene Zeit ausgesetzt. Sobald es wieder ging startete ich mit meinen Kinder. Kind im Jogger und los. 

Das laufen macht meinen Kopf frei und ich fühle mich großartig danach 

Januar 2020 habe ich beschlossen für einen Halbmarathon zu trainieren und mich zum Köln-Marathon angemeldet. Im Juli und August bekam ich Lust, meine Grenzen zu testen und suchte virtuelle Veranstaltungen. So stieß ich auf Lauf weiter und lief mit der Sonntags Challenge  meinen ersten Halbmarathon . Seitdem habe ich etliche virtuelle Läufe gemacht, da mich die Laufpakete und Medaillen zusätzlich motivieren. Die Medaillen haben auch meine beiden Jungs dazu bewegt Challenges mit zu machen.

Meine persönliche Challenge

Ich war mindestens 8 Jahre nicht mehr joggen. Insbesondere aufgrund meines Gesundheitszustandes.

Ich habe epileptische Krampfanfälle, eine leichte COPD mit Asthma, Durchblutungsstörungen, Lähmungszustände in denen ich auf Pflege angewiesen bin und eine psychische Erkrankung. …

Aus diesem Grund bin ich auf eine 24 Stunden-Assistenz angewiesen. Vor ca. 2 Jahren zog meine Australian Cattle Dog – Hündin June bei mir ein und ich bildete sie zur Assistenzhündin aus.

Seitdem bin ich täglich draußen. Seit sie 16 Wochen alt ist warnt sie mich bis zu ca. 15 Minuten vor einem epileptischen Krampfanfall und leistet noch einiges mehr was mir die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert und mich selbstbestimmter leben lässt.

So kam ich auf die Idee mit June, die inzwischen etwas über 2 Jahre alt ist, an einer Challenge von laufweiter teilzunehmen. Erst einmal war mein Ziel 3 Kilometer zu joggen. Einer meiner Assistenzkräfte war bereit mich bei meinem Training für die Challenge und während dieser mit Notfallausrüstung und Rollstuhl (falls ich nicht mehr kann oder ein Notfall eintritt) zu begleiten.

Also ging es los mit dem Training. June hatte richtig Spaß bei dem Training und wir schafften die 3 Kilometer.

Am Tag der Challenge war ich richtig aufgeregt und im „Wettkampffieber“. Der Tracker war runtergeladen, Sportklamotten an, Notfallausrüstung gepackt und Jogginggürtel- und leine, sowie das Halstuch für sie lagen bereit.

Los ging es.

Wir haben es geschafft, ohne Zwischenfälle und zu einer Zeit, die besser war als im Training.

Was für ein Erfolg! Ich habe so unglaublich viele Glückshormone ausgeschüttet … es  war einfach nur toll!

Vor vier Jahren bin ich die gleiche Strecke im Rollstuhl geschoben worden.

Seitdem joggen June und ich regelmäßig. Unser nächstes Ziel sind es 5 Kilometer zu schaffen.

Mich zu überwinden, die Ängste einfach da sein zu lassen, auf meine Atmung und Körperhaltung ganz bewusst zu achten, die Unterstützung meines Assistenten und die Sicherheit, dass June mich rechtzeitig vor einem Krampfanfall warnt, haben diesen Erfolg möglich gemacht!

Gemeinsam gutes tun

Hi, ich bin Svenja, mittlerweile 36 Jahre alt und hab das Vergnügen für den Bienenlauf zum Weltbienentag mit lauf-weiter.de zusammenarbeiten zu dürfen.

Doch wer bin ich eigentlich:  mehr Träumer als Realist, mehr Macher als Planer, weniger traurig als fröhlich, ein schlechter Verlierer aber ein guter Zuhörer, ein genüsslicher Esser aber eine üble Köchin,  beweg mich gern und viel  – manchmal aber auch nur zum Kühlschrank und vor allem bin ich verliebt in unseren wunderschönen Planeten mit seiner atemberaubenden Natur. …

Im letzten Jahr habe ich eine Auszeit von meinem Job als HR Managerin genommen um auf diversen Bauern- und Projekthöfen etwas über artgerechte Tierhaltung, ökologische Landwirtschaft und Naturschutz zu lernen. Unter anderem war ich bei einer Bioland-Imkerei, wo ich mit und für Bienen arbeiten durfte. Seitdem habe ich eine Leidenschaft für diese wunderbaren Geschöpfe entwickelt und mich besonders im Social Media Bereich intensiv mit Bienen beschäftigt, um noch mehr Menschen für sie zu begeistern. So bin ich auch auf den Bienenlauf von lauf-weiter.de aufmerksam geworden, fand die Idee und die Beigaben klasse und habe mich kurzerhand dort gemeldet. Und hier bin ich nun, darf mich euch vorstellen und hab einige Infos über Bienen zusammengestellt, die ihr hier seit einigen Wochen lesen dürft (und müsst).

Meldet euch fleißig an, lauft mit, streut die Beebombs, lasst Wildblumen sprießen und schaut mal genau hin wie wunderschön Bienen sind.

Eure Svenja

Der Weg ist das Ziel

Moin von der Ostsee! Mein Name ist Jasmin und ich bin 36 Jahre alt. 

Ich war nie besonders sportlich und kam zum Laufen wie die Jungfrau zum Kind. 2017 entschied ich mich aus einer Laune heraus, an einem Hindernislauf mit meinem Hund teilzunehmen. …

Eines Tages wurden die Laufzeiten langsamer, also trainierte ich härter und härter und lief meinen alten Laufzeiten hinterher. Die Gelenke schmerzten zunehmend und die Luft wurde knapper. Laufen wurde zur Qual und Spaß hatte ich schon lange nicht mehr. Im Frühjahr 2020 zog mein Körper die Reißleine. Von 6 Tage pro Woche Sport auf null. Während sich die Welt mit Corona beschäftigte, trug ich meinen eigenen Kampf aus. Ich rang um jeden Atemzug, hatte die verschiedensten Symptome, bekam sogar eine Lungenentzündung. Wie bei vielen seltenen Erkrankungen brachte erst Kommissar Zufall Licht ins Dunkel. Nach etlichen Untersuchungen und Krankenhausaufenthalten gab es endlich eine Diagnose: Sarkoidose – das Chamäleon der inneren Medizin. Jeder Krankheitsverlauf so individuell wie eine Schneeflocke: keine gleicht der anderen. Fachärzte sind rar und eine Standardtherapie gibt es nicht.

Auch wenn es in diesen Zeiten heißt, besonders vorsichtig zu sein, da die meisten Therapien darauf abzielen, das überschießende Immunsystem zu unterdrücken, bewege ich mich gerne an der frischen Luft. Mal schneller, meist langsamer. Oft reicht die Luft auch nicht zum Laufen. 

Mein Motto: Laufen, bis es nicht mehr geht. Gehen, bis es wieder läuft.

Das Laufen hat mein Leben verändert. Es zeigte mir meine Grenzen, lehrte mich, diese zu akzeptieren und brachte mir obendrein eine zweite beste Freundin und beste Laufpartnerin.

Meine Motivation ist mein soziales Umfeld. Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang meinen Eltern und meinen beiden besten Freundinnen danken. Sie machen mir Mut, wenn ich mit meinem Weg hadere und haben schon die ein oder andere Träne getrocknet. Auch wenn uns teilweise hunderte Kilometer trennen, gehen und laufen wir diesen Weg gemeinsam. Danke! 
Ebenso wichtig ist der Austausch mit anderen Betroffenen. So gab es zum „Ladys Laufen Weiter 2021“ den ersten „Sarkoidose-Netzwerk“-Walk. Und es werden ganz sicher weitere folgen. 

Ich freue mich auf viele zukünftige Lauf-weiter.de Veranstaltungen mit tollen Medaillen. Unsere erste Medaille war zum Canicross Championship 2020. Mittlerweile zieren so einige mehr das Medaillenboard.

Mein Ziel ist es, im Sommer in den frühen Morgenstunden ganz entspannt in den Sonnenaufgang zu laufen. Und falls das ein oder andere Hindernis oder Matschloch unseren Weg dorthin kreuzt, hätten mein Hund und ich ganz sicher auch nichts dagegen.  

Unsere gemeinsame Lauf-Geschichte

So kann man unsere gemeinsame Lauf-Geschichte in aller Kürze beschreiben 

Wir, dass sind Thomas Schneider, Kurz- und Langstreckenläufer seit 2007 und Stefan Herbst, komplett blind und Kurz- und Langstreckenläufer seit 2019. …

 

Nach dem ich (Stefan) in 2018 komplett erblindet bin, habe ich kurze Zeit später mit dem Laufen angefangen. Alleine auf dem Laufband und  draußen mit einem Lauf-Guide.

Bei einem Adventlauf in 2019 kreuzten sich dann Thomas und meine Wege, kamen ins Gespräch, tauschten unsere Handynummern aus, lernten uns näher kennen und verliebten uns schließlich in einander 

Seither sind wir unzertrennlich, sind von Flensburg nach Rüdesheim am Rhein gezogen und haben die regionale Spendenaktion “der Rheingau-Taunuskreis (RTK) bewegt sich“ ins Leben gerufen.

Wer uns näher kennenlernen will, findet uns auf FB oder auf: www.booksandsport.com 

Thomas– „Ich bin durch eine frühere Beziehung zum Laufen gekommen. Ich hatte vom ersten Tag nur Spaß beim Laufen empfunden und gemerkt, wie mich der Ehrgeiz gepackt hat. Während Wettkämpfen trifft man immer wieder tolle Leute, mit denen ich mich messen kann und mich oft zu Höchstleistungen bringt. Laufen ist nicht nur ein Breiten- und Leistungssport; Laufen verbindet, verknüpft und ist manchmal wie eine kleine/große Familie! Mir hat das Laufen letztendlich auch die Liebe gebracht – Stefan ist ein ganz besonderer Mensch, den ich über alles liebe! Mit ihm zu laufen ist das Schönste. Meinem Partner mit seinem Handikap das Laufen in der freien Natur zu ermöglichen und die eigene Leistung hoch zu halten, sind meine Laufmotivationen! Lauf-Weiter.de war dabei schon immer eine Top Adresse, um sich für Wettkämpfe anzumelden, seit dem ersten Lockdown ist Lauf-Weiter.de quasi eine Gutenachtlektüre geworden – Virtuel Runs sind Alltag geworden und auf Lauf-Weiter.de gibt es die beste Auswahl! Für die Zukunft wünsche ich mir, dass man wieder an regulären Wettkämpfen teilnehmen kann. Virtuelle Läufe sind zwar eine gute Alternative, aber die Atmosphäre an einer Veranstaltung fehlt mir sehr. Vor den Lockdowns bin ich oft 2-3x die Woche an den Start gegangen und habe an Kreis- und Landesmeisterschaften teilgenommen- dahin möchte ich zurück!“

Stefan– „Wenn mir vor wenigen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mich mal als Läufer sehe, dem hätte ich den Vogel gezeigt: Mit 3 Jahren verlor ich bei einem Unfall das linke Auge, rechts missglückte 2005 eine Hornhauttransplantation und senkte mein Sehvermögen auf Farben und Schatten. Um jedoch diesen Sehrest zu schützen, kam jede Sportart überhaupt nie für mich in Frage und vertrieb mir meine Zeit mit der Schriftstellerei. Doch nach einer mehrjährigen Schmerztortur am rechten Auge, ließ ich es 2018 entfernen. Seitdem ist zwar alles um mich herum dunkel, doch seitdem führe ich auch erstmalig ein Leben, in dem ich alles ausprobieren darf – Okay, ich darf zwar wegen der Glasaugen keine Achterbahn fahren, aber das muss ich eh nicht unbedingt machen Ich konnte aber seit 2019 sportlich alles ausprobieren; bin geschwommen, geklettert, gebouldert und natürlich vor allem gelaufen! Erst nur auf dem Laufband, dann mit verschiedenen Guides auf der Straße und letztendlich bin ich bei Wettkämpfen an den Start gegangen. Bereits beim zweiten Wettkampf wurde ich zwar nicht erster, lernte dort aber meinen heutigen Partner Thomas kennen, der mein Herz schneller schlagen lässt, als ein Sprint; I love you! Meine Laufmotivation ist das Freiheitsgefühl, wenn der Laufwind an einem vorbeizieht, das Wetter egal ob Sonne/Regen/Schnee zu spüren und die Natur zu hören! Aber von Anfang an möchte ich dieses Gefühl Teilen und setze mich deshalb für den guten Zweck ein = 2019 bin ich vom 1. September bis 30. November 1000km auf dem Laufband gelaufen und konnte am Ende 500€ an den Bundesverband Kinderhospiz e.V. Spenden! 2021 geht es weiter: Thomas und ich haben „der RTK bewegt sich“ ins Leben gerufen- für jeden zurückgelegten Kilometer spenden wir 0,50€ an einen Verein im Rheingau-Taunuskreis; in 2021 ist der Ökumenische Hospiz-Dienst Rheingau e.V. unser Begünstigter, auf den wir aufmerksam machen. Lauf-Weiter.de bietet uns durch das zahlreiche Angebot von virtuellen Läufen die optimale Grundlage, um reichliche Spenden zu erlaufen! Mit Thomas an meiner Seite, habe ich zukünftig noch viel vor: Thomas ist ein erfahrener Marathon- und Ultraläufer; für mich soll der diesjähriger Berlinmarathon der erste überhaupt werden! Außerdem gehen Thomas und ich auch beim Frankfurter Megamarsch an den Start- das werden für uns beide die ersten 100km werden, die wir am Stück zurückliegen wollen  Aber gemeinsam sind wir stark!“ 

Laufen und gutes tun

Hallo, mein Name ist Jakob, ich bin 10 Jahre alt und ich möchte mich für eure Unterstützung bedanken. 

Seit fast einem Jahr laufe ich bei LAUF WEITER mit und halte mich somit fit für die Zeit nach dieser Zeit. Ich war sehr traurig als alles weg war, Leichtathletik – keine Wettkämpfe mehr, kein Fußball, kein Klettern, kein Mountainbiken, kein Schwimmen, KEIN VEREINSLEBEN mit Freunden! …

Ich freue mich auf immer wieder neue Läufe und Ideen von LAUF WEITER. Am besten fand ich die Lockdown-Challenge. Ich sammelte Kilometer um Kilometer und dachte mir, was mach ich mit so vielen Kilometern? Da erinnerte ich mich an einen anderen Benefizlauf und wusste, ich laufe und spende.

Die Idee diese Challenge mit etwas Gutem zu verbinden motivierte mich sehr. Ich fragte meine Oma, Freunde und Verwandte und alle waren begeistert, mich pro gelaufenem Kilometer zu unterstützen. Mein Wunsch war es, Raubtieren in Not zu helfen. Das Raubkatzenasyl Wallersdorf bei Ansbach freute sich darüber sehr, sodass sogar bei einer Vorstandssitzung Mitglieder sich bereiterklärten ebenfalls pro gelaufenem Kilometer einen Zuschlag zu geben. Am 31. Januar war ich mächtig stolz auf 305,46km und erster meiner Altersklasse zu sein und somit habe ich einen beachtlichen Betrag von 800 Euro zusammenbekommen. Wahnsinn! Daraufhin folgten Zeitungsinterviews und viele Freunde freuten sich mit mir, feuerten mich an wenn ich lief und fühlten sich selbst motiviert zu laufen. Sogar ein Radiointerview durfte ich geben. Das war alles sehr aufregend und alle wollten mehr über LAUF WEITER erfahren. Ich bin weiterhin dabei! Vielen Dank. Keep on running.


Euer Jakob

Ich lass mich nicht unterkriegen!

Mein Name ist Fynn H.. Ich bin 19 Jahre alt und habe mich zum Run, Forrest, Run-Lauf angemeldet. Das ist der Lauf meines Lebens…

Ich bin vor 19 Jahren viel zu früh auf die Welt gekommen und wog nur 900gr und meine Lebensaussichten waren nicht gut. Durch Hirnblutungen und Lungenproblemen war die Prognose der Ärzte, dass ich eine schwere geistige und körperliche Behinderung zurückbehalten würde. Leider war es auch so. …

Aber da hatte ich gar keine Lust zu. Mein Ehrgeiz und meine Familie halfen mir, mich durch einige Operationen und Rehas zu kämpfen. Immer den Blick zum Sport, war ich erst begeisterter Fußballer. 

Aber ich hatte immer Angst, das meinen Beinen etwas passieren könnte. Also ließ ich es bleiben. 

Aber was dann???? Was kann ich? Hmmmm, Laufen, zwar nicht gut, aber dafür lange. Also ging ich zur Leichtathletik. Und siehe da. Der Laufsport war meine Erfüllung. Ich trainierte wie wild. Da mir die kurzen Strecken nicht so lagen, ging ich auf die Distanz. 

Heute kann ich die 10 km in 54 min und die 10 Meile in 1Std 40 min laufen. Da ich keinen Orientierungssinn habe, begleiten mich meine Eltern mit dem Fahrrad. 

Meine Ärzte sind völlig sprachlos und sehr stolz auf mich. Ich brauche keine Orthesen mehr zum Gehen, meine Lungenfunktion hat sich total verbessert und die letzte Bein OP musste auch nicht mehr gemacht werden. 

Und ich lebe nach dem Motto, „aufgeben gehört nicht zu meinem Wortschatz“ 

Fynn H. 

(von meiner Mama geschrieben, da ich nicht schreiben kann).

Zurück ins Lebens

Laufen zwischen Palliativsituation und Chemotherapie

Ich bin Christin, 35 Jahre jung,163 cm gebündelte Lebensenergie, mit Flausen im Kopf und ganz viel Leidenschaft fürs Leben. Und ja, ich laufe. Ich liebe Sport. Das Laufen hat es mir besonders angetan. Richtig Herzklopfen verursachen bei mir Treppenläufe. Mein persönliche Bestzeit: 19 Etagen in 2 Minuten und 31 Sekunden. …

Am 02.06.2020 erschütterte die Diagnose Brustkrebs mein sonst recht fröhliches Leben. Ohne Vorbereitung, wobei ich auch offengestanden nicht weiß, wie diese aussehen könnte. Ich hatte einen kleinen „Knubbel“ in meiner rechten Brust getastet, was mein Glück war, denn so wurde der Tumor sehr früh diagnostiziert, was die Heilungschancen enorm verbesserte. Nachdem der erste Schock halbwegs verdaut war, hieß es, ich habe einen gut behandelbaren Brustkrebs und würde Chemotherapie bekommen, um den Tumor zu verkleinern, dann käme die Operation, dann die Bestrahlung, dann die Reha und dann geht’s auch schon zurück ins Leben. Ich sei jung und fit und hätte gute Aussicht, dass ich das ganze gut durchstehen werde und gesund würde. Mir wurde versichert, dass man mit dem Portsystem (das ist ein in den Körper eingesetzter Venenverweilkatheter, über den dann die Chemo gegeben wird) Sport machen kann. Damit war ich sicher, dass ich „das Ding“ schon irgendwie schaukeln werde.

 Bei so einem Befund werden ein Haufen Untersuchungen gemacht. Man schaut dabei, dass es an keiner anderen Stelle im Körper irgendwo versteckte Krebszellen (Metastasen) gibt.

Wann immer es während dieser Untersuchungen möglich war, bin ich gelaufen. Mein Kopf hatte das in dieser Zeit mehr gebraucht als mein Körper. Es hat mir Energie und Vertrauen gegeben zu merken, wie leistungsfähig mein Körper ist. Mein Körper und ich wir wollten leben!

Zwei Tage vor dem Beginn der Chemotherapie, die Termine waren bereits abgestimmt, wurde das gesamte Therapiekonzept durch die behandelnde Ärztin per Telefon abgesagt. Sie sagte ich hätte bereits Lebermetastasen und das man jetzt schauen müsste, welche Therapie überhaupt noch Sinn machen würde. Eine Therapie auf Heilung käme jetzt aber nicht mehr in Betracht. Jetzt hatte ich nicht mehr gut behandelbaren Brustkrebs, jetzt war ich am Arsch und von nun an Palliativpatientin. Das ich sonst fit und gesund war, interessierte von nun an niemanden mehr. Histologisch, also per Gewebeprobe, gab es nie einen Beweis für diese vermeintlichen Lebermetastasen. In einem MRT hatte man ganz, ganz kleine Gewebeansammlungen gesehen (gerade mal zwei und viel Millimeter groß), bei denen man dann festgelegt hatte, dass das Metastasen sind. Für mich, meine Eltern und Freunde ist eine Welt zusammengebrochen. Man konnte mich doch nicht einfach so sterben lassen! 

„Wenn Du nicht sterben willst, dann musst Du kämpfen, Christin“. Ein inneres Mantra das mich angetrieben hatte. Ich wollte leben, lachen, die Nächte durchtanzen und ich wollte laufen.

Von nun an lief ich aber nicht mehr nur, ich lief ab jetzt um mein Leben. In meinem WhatsApp-Status postete ich immer unter meinen Bildern #Laufweiter #cancerfighter #LaufummeinLeben. 

So zog ich mir meine imaginäre Rüstung an und nahm den Kampf um mein Leben auf.

Ich war in 5 Kliniken, holte Zweit- und Drittmeinungen ein und dann Viert- und Fünftmeinungen ein. Immer hieß es, ich müsse lernen zu akzeptieren, dass man mir nicht helfen kann und ich sollte mir dafür Hilfe bei einem Psychoonkologen suchen. Meine Mama und mein bester Freund haben mich sogar 760 km weit in eine Spezialklinik an die französische Grenze gefahren. Ich bekam hässliche Palliativmedikamente, die das Wachstum der Krebszellen verlangsamen sollten und ich damit Lebenszeit gewinne. Ich hatte Knochenschmerzen wie ich sie nicht kannte, mich war übel und schwindelig und das Zeug hat so die Muskulatur angegriffen, dass ich echt wieder bei 2 km im Schneckentempo mit dem Laufen anfangen musste. Aber ich lief! Den ersten Kilometer habe ich mich immer gequält, meine Knochen und Gelenke haben so wehgetan. Aber „Wer läuft der lebt“ das habe ich schon immer vor der Diagnose gesagt und so lief ich einfach weiter, auch mit gefühlt klappernden Knochen. Ich aß keinen Zucker mehr und bombardierte meinen Körper mit lauter gesunden Sachen. Ich hatte weiterhin super Blutwerte die sich niemand erklären konnte (und leider auch nicht erklären wollte). Richtig schlimm war für mich immer, dass sich niemand von den Ärzten freute, dass es mir gut geht und niemand nochmal hingeschaut hat, was da mit meiner Leber los ist. Eine Operation zur Entfernung des Tumors bekommen Palliativpatienten auch nicht mehr. „Sie sind eh durchmetastastiert.“ hieß es bei mir.


In der Praxis in der ich meine Palliativpillen und – spritzen bekam, wurde ich immer kopfschüttelnd gefragt was ich mache, dass ich so fit sei und so strahle. Es war absurd, ehrlich. Eine Ärztin dort fand mich quirilig-kämpferisches Ding zum Glück sympathisch und so erbettelte ich mir auf dieser Sympathieebene dort eine Operation. Ich bekam die ersehnte Einweisung zur Op mit dem Satz: „Es ist eine rein psychologische Op, das ändert nichts an ihrem Zustand. Aber sie sollen sich bis zum Ende psychisch ein bisschen besser fühlen.“ Diese Sätze haben sich so in meine Seele gefressen, aber ich habe sie hier still und dankbar lächelnd ertragen, weil ich wusste, dass ich keine Einweisung zur Op bekomme, wenn ich der Ärztin sagen würde, was ich von dem ganzen hier hielte.

Ich ging also in die nächste Klinik, mir wurde dort eine Ärztin empfohlen. Ich hatte wenig Hoffnung nach all den niederschmetternden Absagen an mich und mein Leben in den anderen Kliniken, aber jetzt ich hatte einen Schein in der Tasche, der mir jetzt erlaubte eine Op zu bekommen und das würde ich durchsetzen, komme was wolle.

Zu meinem Erstaunen fragte mich die dort leitende Ärztin warum ich als Palliativpatientin behandelt werde. Sie hatte sich meine ganzen Befunde angesehen und könne nicht verstehen, warum niemand diese vermeintlichen Lebermetastasen untersucht hatte. Es sei nie ein Beweis erbracht worden, dass dies Lebermetastasen sind. Sie hat sich meine ganze Geschichte angehört und war fassungslos. Und sie war die erste Ärztin die mich wirklich gesehen hat! Sie rollte mit ihrem  Team und allen relevanten Fachabteilungen meinen Fall nochmal auf, untersuchte und diagnostizierte noch einmal neu. Tja, und was soll ich sagen: Ich hatte nie Lebermetastasen und habe auch keine. Es handelte sich um eine Fehldiagnose. Ich saß heulend auf der Untersuchungsliege als mir das mitgeteilt wurde, während die diversen Ärzte um mich herum eine kleine Stimmungsparty vor Freude für mich veranstalteten.

Nach vier Monaten Kampf und einem Haufen Absagen an mich und mein Leben, nach 3 Monaten Palliativtherapie inklusive gratis Todesangst und Panikattacken, bekam ich nicht nur die ersehnte Operation, sondern jetzt die Therapie zur Heilung. Endlich!

Ich hatte zwei Operationen und wurde ganz toll brusterhaltend operiert. Die Palliativmedikamente wurden abgesetzt und ich wurde allmählich wieder ich selbst. Laufen konnte ich in dieser Zeit nicht, aber Ergometer strampeln und man, ich strampelte, ich wollte leben! Oh ja, ich wollte leben! Und Sport schadet immerhin nur dem, der keinen macht. Es braucht immer nur die richtig Form und das richtige Maß, so sehe ich das zumindest.

Besonders schlimm war und ist für mich zu sehen, was dieser katastrophale Verlauf mit meinen Eltern, mit meiner Familie und mit meinen Freunden gemacht hat. Das totgesagte Kind und das im Alter von fünfundreißig.

Ich kann ganz klar für mich sagen, dass das Laufen nicht nur meinen Körper, sondern vor allem meine Seele gerettet hat und auch weiterhin rettet. Mittlerweile sage ich immer: „Laufen rettet vielleicht nicht die Welt, aber auf jeden Fall regelmäßig mich.“

Nun sollte es endlich aufwärts gehen und der Weg zur Heilung mit ganz viel Gutem gepflastert werden. Und endlich einmal Zeit sein, um diese ganze Todesangst, die mir so in den Knochen steckte, loszuwerden.

Aber das Leben nahm wieder einmal einen anderen Verlauf. Das Auf- und Verarbeiten musste nochmal warten. Einen Tag nach meiner ersten Chemotherapie habe ich in der Wohnung meines Vaters eine Türnotöffnung gemeinsam mit der Feuerwehr veranlasst, weil meine Oma und ich seit zwei Tagen meinen Vater nicht mehr erreichen konnten. Für meinen Vater kam leider jede Hilfe zu spät, er konnte nur noch tot in seiner Wohnung aufgefunden werden.

Ich habe bis dahin nicht gewusst wie unerbittlich und gnadenlos das Leben sein kann. Ich hätte meinen Vater unfassbar gerne noch einmal richtig gedrückt und ihm so gerne noch gesagt, dass die Chemo echt kacke, aber machbar ist. Er hatte sich so Sorgen um mich gemacht, wie ich das körperlich alles vertragen werde. Ich frage mich immer noch, ob auch der ganze Stress um mich, dazu beigetragen hat, dass er so plötzlich und ohne Vorwarnung an einem nächtlichen Schlaganfall verstorben ist. Er hat sich nichts mehr gewünscht als das ich wieder richtig gesund werde und jetzt kämpfe ich mich durch diese ganze harte Therapie und durch den Verlust meines Vaters. Dabei möchte ich manchmal einfach hinschmeißen, nur noch: „Ich hab genug!“ dem Leben entgegenschreien.

Aber dann gibt es so wunderbare Menschen wie meine unglaubliche Mama, meine Familie und allen voran meinen besten Freund Andreas, meine Feuerwehr, Kollegen und ein, zwei Freunde, die mich daran erinnern, dass es sich lohnt weiter zu machen, dass da noch mehr kommt und mich nicht vergessen lassen, dass manche Tunnel einfach manchmal seeeehr lang sind, bis wieder Licht kommt.

Und bis dahin laufe ich, ich laufe für mein Leben und mit jedem Schritt feiere ich meinen Körper, der so viel leistet, meine Seele die so viel trägt und all die Menschen die mich durch diese so harte Zeit begleiten.

Lauf-weiter war über vier Monate mein Überlebensmotto und gerade meine Teilnahme am virtual run Nikolauslauf als Chemopatientin bei 5km Strecke mit 31:31 Min.. hat meiner Seele unfassbar gut getan und mir neue Kraft gegeben für den Weg der noch vor mir liegt!

Danke an das Lauf-weiter-Team für die tolle Organisation und für all das was ihr Teilnehmerinnen wie mir damit ermöglicht!

Ich laufe weiter, so viel steht fest und das bis zum Schluss, der hoffentlich noch ganz lange auf sich warten lässt!

Geschichten vom Krank- und Gesund sein

Ich, Jahrgang 1967, war nie eine Sportskanone . Fussball war nicht meines. Ob Geräteturnen oder Laufen. Ich konnte nichts besonders.


Ich kann mich erinnern, dass ich mich im Stall verstecken wollte, nur weil wir Turnen in der Schule hatten. …

 

Passiv Sport, ja dass gab es natürlich. Ich erinnere mich noch ganz gut an Cordoba, Fussball Weltmeisterschaft Argentinien. Hans Krankl netzt zum 3:2 ein. Und Deutschland musste nach Hause fahren.

Übrigens, dass 6:0 gegen Spanien ist nicht sooo schlimm. Wir Österreicher haben mal 9:0 verspielt.

Aber jetzt weiter mit den Lauferfahrungen. Mit 33 Jahren, zur Jahrtausend Wende.d hab ich mit dem Rauchen aufgehört und mir meine ersten Laufschuhe gekauft.

Viel zu klein waren diese.

Aber ich bin gelaufen. Im Oktober 2000 bin ich dann meinen ersten Marathon gelaufen, in 4:12:02.

Zwei Jahre später hat es mich laufenderweise in die Sahara verschlagen. Und ab jetzt ging es schlag auf schlag.

Baikalsee in Sibirien, New York, Chicago, Berlin, Hamburg, überall konnte man etwas erleben. So wurden es bis heute 186 Marathons und ca. 40. Ultras, wie in Biel, Davos…

Aber irgendwann bekam ich Probleme mit meinem Linken Fuß. Irgendwie machte sich der Fuß selbstständig. Aber mit langsamer laufen war es doch möglich, zu laufen.

Ich bin u.a. circa 50 Mal als Pacemaker mitgelaufen, zwischen 40 und 50 km. Als ich, dann in Dubai fast 6 Stunden Zeit benötigte, wurde ich von einer Freundin zum Neurologen geschickt.

Und ganz Nüchtern sagt der Arzt. Dies sei Parkinson. Er hat mir noch auf den Weg gegeben, ich solle mich nicht vom Internet fertig machen.

So und ich stand dann am Hauptplatz und meine Gedanken waren: Parkinson Unheilbar….

Die Depression ist auf den Fuß gefolgt. Dass war eine ganz beschissene Zeit.

Die Diagnose habe ich jetzt vor 5 Jahren bekommen. Und auch mit Medikamentöser Behandlung begonnen.

Parkinson ist eine chronische Erkrankung, wo es keine Heilung gibt. Allerdings kann man mit Bewegung u.a. den Verlauf bremsen.

Beruflich hab ich auch meine Probleme bekommen, weil die Medikamente eine ziemliche Müdigkeit auslösen.

Irgendwann arrangiert man sich doch mit der Erkrankung. Ich bin sicher seit der Diagnose um die 20. weiteren Marathons gelaufen.

Und dann: 13.Oktober 2019. München Marathon. Ach du liebe Scheisse.

Nach 8 km war es vorbei mit Marathon, und ich bin selbstständig, ohne Arzt quer durch München zu meinen Gastgeber gegangen (mit U-Bahn)

Erst am späten Nachmittag, sind wir mit öffentlichen Bus nach Schwabing in die Klinik gefahren. Intensivstation München, 2 Stents. Dass habe ich Notwendig gehabt. Ich war seit damals mehrmals REHAB.

Mit Laufen geht im Moment nicht so viel. Aber ich bin täglich meine KM zu Fuß unterwegs.

Jetzt, während Corona bei uns sein unwesen treibt, habe ich schon einige Male sogenannte virtuelle Läufe gemacht. U.a. bin ich so mehrere Marathons gefinisht.

Virtuell ist zwar nicht ganz so prickelnd, aber man ist in Bewegung. Ich habe mich schon einmal in eine finisher Liste in Österreich eingetragen. Ich brauche allerdings im Moment 7 – 8 Jahre, für einen Marathon.

In London z.B. könnte ich schon mitlaufen. Ich habe mir da Ergebnislisten gesehen, wo die letzten Finisher 9 Stunden gebraucht haben.

Egal, jetzt versuche ich regelmäßig Sport zu betreiben und den Infarkt und Parkinson hinten anzustellen.

Danke euch allen und sportliche Grüße

8 Tage Koma und ich bin wieder zurück

Ich bin Lothar, auch unter Opas Spiderman bekannt und möchte gerne meine Laufgeschichte mit euch teilen.

Im Jahr 2002 habe ich mit dem Laufen angefangen, zu dem Zeitpunkt habe ich auch noch geraucht. …

2006 habe ich dann mit Hilfe einer Schamanin das Rauchen aufgehört. Hat geklappt, ich bin ins Auto eingestiegen und habe nie wieder eine Zigarette angefasst.

Anfang 2008 habe ich mit einem Halbmarathon angefangen, ich glaube heute zu meinem Glück…

Ende Mai 2008, es war ein Freitag, stand ich vor meinem Auto und wollte aufschließen. Auf einmal  bekam ich ganz ganz starke Kopfschmerzen und alles in der Umgebung hörte sich anders an. Ich rief auf der Arbeit an und meldete mich krank.


Ich nahm starke Schmerztabletten und ging ins Bett es half aber nicht. Alle paar Stunden wurde ich wach vor Schmerzen.
Am Samstag bin ich dann ins Krankenhaus und wurde untersucht. Es wurde angeblich nichts gefunden und ich sollte wieder gehen. Normalerweise bin ich kein Arztgänger, aber dieses Mal wusste ich, dass in meinem Kopf etwas nicht stimmte. Ich bestand auf weiter Untersuchungen, eine Einweisung und MRT, welches dann auch gemacht wurde.

Und siehe da Blut im Nervenwasser, also wieder ins MRT, dieses mal mit Kontrastmittel.

Diagnose —> Hirnaneurysma

Die Operation war auf Dienstag angesetzt. Dazu kam es jedoch nicht. Montag Nacht rupturierte (platzte) das Aneurysma. Ich lag im Koma. Meine Frau wurde angehalten sich auf das schlimmste vorzubereiten und sich zu verabschieden.

8 Tage lag ich im Koma und bin wieder zurück gekommen. Ich schiebe es bis heute aufs Laufen, weil ich so fit war.

Als ich dann in der Reha war (es war eine Klinik für Herzkranke), begann ich früh, zu früh mit kleinen Lauf Aktivitäten 10m-100m usw. und bekam gleich darauf Ärger mit den Ärzten. Aber ich wollte unbedingt und konnte mich nur schwer zurück halten.

Ich habe bis heute öfter mal Kopfschmerzen und leider habe ich auch vieles vergessen, aber ich habe wieder angefangen zu laufen, auch Wettkämpfe.

Ich bin jetzt 66 Jahre und Opa (Opa Spider-Man). Mein Enkel Jan (5) trainiert und läuft mit mir bzw. ich mit ihm. Er hat schon einige Wettkämpfe bei Lauf Weiter bestritten (erst 0,5km, dann 1,5km) und hofft bald mal an einem realen Lauf teilzunehmen.

Der nächste Lauf ist der Street Kids Run 2,5km, da wird er noch nicht viel reißen, aber es geht darum etwas für andere zu Unternehmen.

Ich bin stolz und glücklich auch nach meinen eigenen Läufen zwischen 5km ,10km (wenn möglich 3x die Woche) und 21,2km noch mit Jan (jetzt 6) trainieren zu können. Diese Jahr komme ich eventuell auf 800km oder mehr.

Komisch, dass es einen immer noch schwerfällt über sich und dieses blöde Aneurysma zu schreiben.

Danke auch an das Lauf-Weiter Team, es macht Spaß mit Euch.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar (Opa Spiderman) und Jan)

Dankbar

Hallo, ich bin Nadine, 42 Jahre alt und komme aus Schleswig-Holstein.

Am 6. Dezember 2017 bekam ich die Diagnose Brustkrebs. Mein Leben änderte sich radikal. Schnell stand fest, dass ich die volle Bandbreite an Behandlung bekommen sollte.

Erst stand im Januar die Op an. Im Februar starteten wir mit den Chemos. Insgesamt sollten es neun Chemos werden und im Anschluss noch 28 Bestrahlungen. Während der Chemo war an Sport nicht zu denken. Manchmal war ich froh, wenn ich überhaupt die paar Meter bis zur Haustür schaffte. Mein Motto in dieser Zeit war: „Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede!“ und so schaute ich immer positiv in die Zukunft. Jetzt im Nachhinein ist die Zeit super schnell vergangen und die Behandlung wurde abgeschlossen.

Zum Nordic Walking kam ich durch meine Anschlussheilbehandlung. Dort machte ich einen Nordic Walking Kurs. Es brachte Spaß, aber ich lief noch nicht alleine los. Erst ein Jahr später, 2019 bei einer Mutter Kind Kur in Friedrichskoog, kam ich auf den Geschmack des Nordic Walkings. Eine Mitpatientin und ich liefen auch außerhalb des Nordic Walking Kurses etliche Kilometer. Für 2020 hatte ich mir das Ziel gesetzt, am Stadtlauf teilzunehmen, doch dann kam Corona. Ich lief trotzdem weiterhin meine Runden, um weiterhin fit zu bleiben. Am Ende des Jahres hatte ich 280 km gewalkt. Also musste für 2021 ein neues Ziel gesteckt werden. Naja, man soll’s ja nicht übertreiben, also 300 km sollten es 2021 werden. Was soll ich sagen? Es sind keine 300 km geworden – ich habe dieses Ziel dreimal erreicht und bin somit 970 km gewalkt. Viele Kilometer sind durch viele Laufweiter-Läufe zusammengekommen.

Ich hoffe, dass wir eine große Summe für die Deutsche Krebshilfe zusammen erlaufen und erwalken.

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